SKY: Lange Leitung und durchsichtige Blockfahnen

Gestern hatte ich ja bereits in meinem Post zum Spiel in Mainz ein bisschen „Kritik“ an Sky geäußert, weil man keinen Ergebnisticker (optional) in der Einzelspieloption einblenden kann, um über die anderen Zwischenstände informiert zu werden, wie es in den USA üblich ist (hier nachzulesen). Viel nerviger als der fehlende Ticker ist es jedoch, wenn man Reporter am Mikrofon hat, die entweder schlecht von ihrer Redaktion informiert werden, wie z.B. Marcel Reif gestern beim Spiel der Bayern gegen Manchester City. Oder man einen Mann am Mikrofon sitzen hat, bei dem der Status der geistigen Verwirrung schon soweit fortgeschritten ist, dass man fast schon Hilfe holen möchte. Was ist passiert?

Der „Fall“ Reif:
Im Zuge des Spiels des Rekordmeisters gegen die Mannschaft von Manchester City verblüffte Gästetrainer Mancini beim Stand von 0-2 mit der Einwechslung des defensiven Spielers de Jong für den Stürmer Edin Dzeko. Die Fußballwelt runzelte die Stirn und fragte sich, was er damit bezwecken wollte. So auch die Herren Hellmann, Reif und Effenberg. Wie jedoch in diesen beiden Blogs nachzulesen, wussten die englischen Medien kurze Zeit später schon davon zu berichten, dass es einen Streit zwischen Tevez und Trainer Mancini gegeben hat. Diese Nachricht ging auch bei Twitter natürlich in Windeseile um den Globus. Nur bei Sky, einem Sender der im Winter mit „SKY SPORT NEWS HD“ mehrere Stunden am Tag live Sportnachrichten präsentieren will, da rätselt man weiter über eine Auswechslung, dessen Erklärung die Welt schon kennt. In Zeiten von Twitter und Co fragt man sich schon, warum man Sky so eine lange Leitung hat. Da bleibt noch viel arbeitet.

Der „Fall“ Potofski:
Nun gut, einige werden jetzt sagen: „Was regt der sich auf? Potofski ist nun mal in Gelsenkirchen geboren, da ist das mit der Intelligenz nicht weit her.“ Aber das ist mir dann auch zu einfach. Warum geht es?

Am Montag gastierte der selbsternannte Randalemeister 2011 aus Frankfurt bei der Dynamo aus Dresden. Zu Beginn der Partie entrollten die Fans der Heimmannschaft eine Blockfahne welche über mehrere Minuten hochgehalten wurde und fast den gesamten Block hinter dem Tor bedeckte. Als sich der Anpfiff näherte hoffte Potofski dann, dass die Fans „irgendwie durch die Fahne durchschauen“ könnten, um kurze Zeit später darüber zu philosophieren, dass man da „mit Sicherheit Löcher eingebaut“ oder „durchsichtiges Material“ verwendet habe. Als Highlight ließ er dann verlauten, dass seine Redaktion noch mal nachgefragt hätte und man durch die Blockfahne „definitiv nicht durchschauen“ könne. Das war so dermaßen peinlich, dass ich danach komplett abgeschaltet habe. Ich meine, man muss kein Experte in Sachen Fanthemen sein, aber um zu erkennen, dass die Blockfahne nicht durchsichtig ist brauche ich nur einen gesunden Menschenverstand. Und wenn ich es nicht weiß, dann halte ich mich doch an Dieter Nuhr, vor allem wenn mir dabei diverse Menschen zuhören.

Aber vielleicht bekommen sie ja auch heute Abend einen bessere Qualität bei der Übertragung der Borussia aus Marseille hin.

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