Kevin Großkreutz bestraft meinen Frust

Kevin Großkreutz ist nicht nur von Kind auf Fan des Ballspielvereins, der darüber hinaus sogar richtig gute Ansichten hat und sich neben dem Fußball noch im Stadtteil Eving beim Nachswuchsfußball engagiert. Nein, Kevin Großkreutz ist auch ein Mann, der kleine Sünden sofort bestraft meinerseits sofort und gerecht bestraft. Danke Kevin 🙂

Nach nur 4 Wochen Winterpause ging es für den BVB und seine Anhängerschar ins Stadion des 1. Fc Köln in Müngerstdorf. Nachdem ich im letzten Jahr die 1. Halbzeit verpasste, weil ich im Stau stand, war ich froh, dass wir mit Zug von Münster nach Köln fahren konnten. 2 von 3 Dörflern waren wieder mit dabei, der andere wurde krank. In Münster trafen wir dann noch 2 weitere Fanfreunde und mit 5 Mann ging es ganz balante im RE von Münster nach Köln. Dabei wurden so schöne Bahnhöfe wie Unna, Hamm und als Highlight Hagen angefahren. In Hagen wurde dann auch noch 10 Minuten gebummelt, weil sich auf der Strecke zum nächsten Bahnhof ein junger Mann im Gleis befand und scheinbar den gleichen Weg aus dem Leben neben wollte wie Robert Enke. Glücklicherweise war die Polizei schnell vor Ort und konnt schlimmeres verhindern. Mit etwas Verspätung erreichten wir nach einer unspektakulären Fahrt, in der nur unsere weibliche Mitfahrerin ein verbales highlight setzen konnte, den Bahnhof Köln-Deutz. Von da aus ging dann ratzfatz zum Stadion des 1. FC Köln. Ich finde die Hütte richtig schick und es gehört definitiv zu meinen Lieblingsstadien.

Im Stadion gesellte ich mich zu der Bloggerfraktion von Zone09 und den Bichs. Die Stimmung auf Kölner Seite war bis zum 0:1 ganz in Ordnung, aber beweitem nicht mehr so wie vor 4-5 Jahren, als Köln richtig richtig laut war. Die BVB-Fans waren normaler Durchschnitt in der 1. Halbzeit, mit einigen positiven Lichtblicken. Schön war die Konfettiaktion sowie die schwarzgelben Fahnen im Block. Ist halt ne schöne Farbkombination. In Halbzeit 2 stieg die Stimmung beim Gästeanhang mit Spielverlauf deutlich an, weil Köln praktisch mausetod war. Richtig laut wurde es im Gästeblock dann, als Henry Valentino vorbeifuhr. Ich weiß nicht, wie es auf der Kölner Seite ankam, aber im Gästeblock war extrem laut. Ich würde sagen, dass war schon gehobenes Niveau.  Eigentlich war der Sieg schon eingepackt, aber irgendwie haben unsere Jungs auf dem Rasen in der 80. Minuten das Spiel für beendet erklärt, ohne das aber zuvor mit den Kölnern und dem Schiri abzusprechen. So kam der FC zum etwas schmeichelhaften, aber nicht unbedingt unverdienten Ausgleich. Beim 2-2 merkte man dann, was für ein Potenzial in der Südkurve der Kölner steckt. Ich war ob der Dämlichkeit der 11 Borussen auf dem Platz so angepisst, dass ich nachdem Ausgleich den Block verließ. Ich hätte es nicht tun sollen. So erlebte ich das Tor praktisch nur durch den Jubel im Gästeblock.

Nachdem Spiel fuhren wir dann zum Hauptbahnhof um von da aus im unerwartet leeren RE wieder zurück nach Münster. Zuvor konnte noch ein Streitgespräche zwischen einem FC Fan und einem jungen Dortmunder belauscht werden, in Folge erst der Schiri schuld war und dann der Opa mit folgendem Zitat mir aus der Seelegesprochen hat: „Meier…. bei dem Meier seit ihr doch froh, dass er den los seid“ – RICHTIG!!!

Samstag kommt der Hamburger Sportverein ins ausverkaufte Westfalenstadion zu einer echten Härteprobe für die Siegesserie des BVB. Zudem hat man noch eine Rechnung aus dem Hinspiel mit den Hanseaten auf. Ich freu mich auf das Spiel. Flutlicht, guter Gegner, ordentlicher Gästemob – das ist Fußball.

4 Antworten auf „Kevin Großkreutz bestraft meinen Frust“

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.