Im KINDergarten gehen die Lichter aus.

Es gibt Bundesligaspiele, da weiß man von Anfang an, wie es läuft. Wenn der BVB in einem Heimspiel auf eine Mannschaft aus dem unteren Tabellendrittel trifft, die erstmal nur mit Mann und Maus verteidigt und nichts zum Spiel beiträgt, dann wird das meist eine ganz zähe Kiste, mit wenig ansehnlichem Fußball. So war es auch gestern. Und viele Fans waren scheinbar gestern zum ersten Mal im Stadion.

Anders kann ich mir nicht erklären, warum viele im Stadion so unzufrieden mit der Leistung der Borussia waren. Natürlich war das Spiel zwischen der 15. und 60. Minute sehr sehr dürftig und es passierten viel Fehler auf beiden Seiten, die man sonst zumindest beim BVB in dieser Saison selten gesehen hat. Am Ende gewann der BVB aber dennoch völlig verdient und absolut ungefährdet mit 4-1. Das Kollege Barrios sich völlig unnötig die 5. Gelbe Karte geholt hat und somit im Derby am Freitag fehlen wird, war meiner Meinung nach der einzige Aufreger in dieser Partie.

Vor dem Spiel hatten die Hannoveraner anklingen lassen, dass das Dortmunder Publikum ungeduldigt wird, wenn es lange 0-0 steht. Unrecht hatten sie nicht. Ich frage mich immer, mit welch einer Einstellung die Fans zu solchen Spielen fahren. Es ist ja nicht so, dass viele von Ihnen erst noch die Erfahrungen machen müssten, dass der BVB gegen eine tiefstehende Mannschaft gerade zu Hause große Probleme hat.  Interessanterweise haben sogar die Topmannschaften wie Bayern, Bayer, Werder oder der HSV gegen tiefstehende Mannschaften ihre Probleme (Ge wird hier nicht genannt, weil die immer unattraktiv aber erfolgreich spielen). Warum die Leute aber so ungeduldig werden? Ich weiß es nicht. Jeder, der schon unter Doll zu den Heimspielen ging, der müsste wissen, dass wir solche Spiele unter dem Knallkopp nie gewonnen haben. Unter Klopp gewinnt das Team solche Spiele mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit.

Seit dem Heimspiel gegen den HSV, eines der wohl besten Heimspiele der letzten Jahre, klafft scheinbar eine große Lücke zwischen dem Anspruch der Fans und der Wirklichkeit. Ich denke, dass nicht wenige nach dem Sieg gegen die Hanseaten von Champions League oder noch höheren Zielen geträumt haben und der Europapokalplatz nebenbei mitgenommen wird. Aber der Weg ist noch lang bis dahin und warum sollten nur Vereine wie Hoppenheim, Wolfsburg oder der Sportverein Werder Bremen eine sportliche Krise haben? Apropos Bremen: Die Bremer haben ja die Hannoveraner (Fußballer, nicht die Pferde) mit 5-1 in der Vorwoche besiegt. Da war ja eigentlich klar, dass auch der glorreiche BVB mindestens genauso hoch gewinnen muss. Dieser SV Werder Bremen ist aber auch ein perfektes Beispiel, wie schnell man in der Bundesliga vom Meisterschaftskandidaten zu einer Mannschaft im Mittelmaß der Bundesliga werden kann. Es sollte den BVB-Fans Warnung genug sein, dass man erstmal Platz 5 klar machen sollte um dann zu gucken, was noch geht.

Kommen wir noch kurz zum Spiel: Der BVB tat sie wie gesagt schwer, schön anzusehen war es nicht, aber am Ende wurde der Sieg ungefährdet eingefahren. Im KINDergarten von Hannover gehen aber definitiv die Lichter aus.  Die Hannoveraner waren sportlich so unglaublich schlecht, dass man als Fan der 96er schon mal gucken sollte, dass man am Montagabend öfter frei bekommt. Und der KINDergartenleiter muss aufpassen, dass ihm seine Sponsoren nicht abspringen.  Ob die sportliche Talfahrt mit dem Freitod von Robert Enke zusammenhängt, bezweifel ich. Irgendwie scheinen das einige Spieler dort als Alibi zunehmen.Wahrscheinlich ist die 50+1 Regelung Schuld, denn mit Investoren hätte sich 96 ein Personal gekauft, was in Europa seines Gleichen gesucht hätte.

Die Fans der 96er waren nicht zu hören, einzige auffällig war, dass sich die Hannoveraner Ultraszene scheinbar nicht so mögen. Die einen stehen zentral im Block, eine anderen kleinere Gruppe steht im kleinen Stehplatzbereich an der Osttribüne und machen ihr eigenes Ding.

Am nächsten Freitag ist dann Derby……

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