Gefährliches Gedankengut #5

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In Lüttich kamen gestern nach aktuellem Stand 5 Menschen bei einem – nennen wir es mal Amoklauf – ums Leben. Das an sich ist schon traurig genug. Noch trauriger finde ich jedoch, dass dies in einer Stadt passiert ist, die sich vor kurzem nach dadurch auszeichnete, deutsche Fußballfans aus Hannover in einer Art und Weise in ihren Bürgerrechten zu beschränken, wie man es in der EU eigentlich nicht mehr für möglich gehalten hatte. Lüttichs Bürgermeister, der gleichzeitig Polizeichef der Stadt ist, hatte u.a. veranlasst, dass die Hannoveraner Fanbuss erst um 19:00 Uhr die Grenze passieren durften. Darüber hinaus gab es ein Betretungsverbot der Lütticher Innenstadt (außer für 100 „VIP-Fans“ aus Hannover), nach dem Spiel wurden die Fans ohne Begründung lange im Gästeblock festgehalten, was am Ende zu Problemen mit der belgischen Polizei führte (im Übrigen schlug sich wohl die UEFA auf die Seite der Gästefans). In dieser Stadt ist man dann nicht in der Lage, einem nach Medienberichten für Drogen- und Waffendelikten vorbestraften Mann daran zu hindern, sich erneut ein stattliches Waffenarsenal zuzulegen und damit dann Unheil in der belgischen Stadt anzurichten.

2 Kommentare zu “Gefährliches Gedankengut #5

  1. puh, das ist jetzt aber ein wenig an den haaren herbeigezogen. in jeder attentatsstadt lässt sich was finden.

    • Natürlich ist es das. Deswegen heißt das ja auch „Gefährliches Gedankengut“

      Ich finde es dennoch erstaunlich, dass sich dieser Mann trotz der kolportierten Meldepflichten bei der Polizei und den Vorstrafen eben doch ein so stattliches Waffensamelsurium sein Eigen nennen konnte.

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