Ein Besuch in der Hauptstadt des Verbrechens

Man kennt sie ja, diese Tage an denen man aufsteht und schon auf dem Hort der Ruhe und Glückseligkeit spürt, dass der Tag außer viel heißer Luft wenig Erbauliches bringen wird. So wars auch am vergangenen Samstag, als der Spielplan den Ballspielverein aus Dortmund samt Gefolgschaft nach Frankfurt führte. War Frankfurt früher mal fantechnisch gesehen ein richtiges Highlight, ist es heute wirklich nichts aufregendes mehr.

So ging es also am Samstag um 9:30 mit 2 Auto und insgesamt 7 Mann aus dem bewölktem Münsterland in die Mainmetropole. Die Hinfahrt war praktisch so spannend wie das Spiel am Nachmittag. Einzig Atze Schröder sorgte für Erheiterung.  Im nächsten Jahr kann man auch noch ne Stunde länger pennen, waren wir doch schon nach 3 Stunden Fahrtzeit in der Stadt des Verbrechens angekommen. Vor dem Spiel wurde dann fleißig vorm Block gegammelt und sich diverse Fangestalten und ein Flirtversuch eines weiblichen Fans mit einem Sanitäter in Ruhe betrachtet. Schon krass, was da für Leute rumlaufen beim Fußball, spannender als jeder Kinostreifen.

Anscheinend muss ich mal wieder das richtige Timing gehabt haben, so ging es cirka 5 Minuten vorm eine Reizgaseinsatz der BFE in den Block und wurde somit nicht unschuldig in mitleidenschaft gezogen, wie es z. B. einem unserer Fanbetreuer wiederfuhr.

Zu Beginn des Spiels konnte man auf Frankfurter Seite ein paar wirklich nette Schwenkfahnen und eine kaum erwähnenswerte Blockfahne der UF ’97. Auf Dortmunder Seite versuchte der Capo nach leibeskräften, den Block zu animieren. Auf Grund des Spielverlaufs gelang ihm das nur bedingt. Nach der Führung war die Stimmung allerdings blendend. Frankfurt hingegen war wieder mal enttäuschend wie im letzten Jahr, lediglich nach dem 1-1 wusste Frankfurt zu gefallen. Aber an die Leistung von 2005 kommen sie anscheinend nicht mehr dran.  Höhepunkte des Tages war die Antwort auf den sinnlosen Diebstahl der Fahne eines Fanclubs der Eintracht in der vergangenen Saison. So gab es erst einen großen Verweis auf ein gestörtes Mittagessen im Mai 2009 und nach 3-4 Minuten viel dann der Vorhang. Zum Vorschein kamen dann ein TU-Doppelhalter und ein paar gezockte Schals und Fahnen von, um es in Ultrasprache zu sagten, besoffenen Kutten. Das war schon ziemlich arm von den „besten Ultras in Deutschland“.

Nachdem Spiel ging es zurück zum Parkplatz, wo wir noch mal in den Genuss Frankfurt Diebstahlkunst hätten kommen können, aber dem wachsamen Auge eines Münsterländers entgeht kaum was, somit kamen wir Heile am Auto an.

Die Rückfahrt verlief ereignislos, so das wir nach einem Zwischenstopp in Herborn-West beim goldenen M, wo sich wieder reichlich Fankundschaft eingefunden hatte, gegen 21 uhr in heimatlichen Gefilden ankamen.

FFM

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