Der Traum von "Zadok the priest"

Im Jahre 1685 wurde in Halle an der Saale ein gewisser Georg Friedrich Händel geboren, der im Jahre 1727 zum Anlass der Krönung von Georg II. und Königin Caroline die Coronation Anthems schrieb, deren Bestandteil „Zadok the priest“ ist. Dieses Lied  wird seit 1727 bei jeder britischen Krönungszeremonie gespielt. Was das alles mit dem Ballspielverein Borussia 1909 e.V. Dortmund zu tun hat?

Nunja,  „Zadok the priest“ diente im 1992 dem Briten Britten (Tony Britten) als Grundlage für die Hymne der UEFA Champions League. Und wohl jeder BVB-Fan träumt seit gestern davon, diese in der nächsten Saison im Westfalenstadion zu hören.

Vorgestern war wieder einer dieser Spieltage, wo man als BVB-Fan den von mir erhofften grandiosen Start in Osterfest erleben kann oder es ganz bitter mit dem Ertragen Blauweißer Meisterschaftsgesänge endet. Auf der anderen Seite muss man der DFL einfach mal „Danke“ sagen, dass sie neben den unserigen Spiel auch noch zeitgleich die eminent wichtigen Partien in Frankfurt (gegen Leverkusen) und die Partie der Bayern bei den Unsymphatischen anpfeifen ließ. Okay, an diversen Bahnhöfen wird man das sicherlich wieder kritisieren und auch bei der Gewerkschaft der Polizei wird sich nicht gefreut haben, aber gut, die DFL tanzt eben nicht immer nach der Pfeife von Herrn Wendt und seinen diversen Forderungen. Apropos Forderungen der Polizeigewerkschaft: Ich empfehle den Lesern hier mal den Kommentar von Hansi Küpper in der Vereinszeitschrift des BVB. Ein sehr gelungener Kommentar wie ich finde.

Erstaunlicherweise hatte ich vorgestern morgen vor dem Spiel ein richtig gutes Gefühl bezüglich des Spiels der Borussia, was ich sonst eigentlich nie habe. Und wenn ich es dann doch mal hatte, dann hat die Mannschaft meist verloren wie z. B. in Osnabrück beim Pokalspiel. Aber vorgestern war es eben anders. Werder Bremen verpennte den Start in die Partie bekanntlich völligst und eh sie aufwachten, hatten Kevin „pelo feo“ Großkreutz und Neven Subotic via Kopf getroffen. Danach drehte Werder auf, aber der BVB rettete die Führung nach dem Tor von Hunt über die Zeit.

(C) Burkhard Miko
(C) Burkhard Miko

Was sich Großkreutz beim anschließenden Jubel dachte, könnt ihr hier nachlesen.

Die Anhänger von Werder Bremen, man munkelt was von 5000 + X in den Weiten des Stadions verteilt, waren stimmungsmässig wie üblich ganz ganz schlecht, lediglich beim Tor und kurz danach waren sie zu vernehmen. Einziger Hingucker war dann auch das Spruchband in Richtung TU (EinheiT aUch mit Nazis?), dessen Sinn sich mir nicht wirklich erschließen will. Aber das Internet wird meine Frage bestimmt bald beantworten.

Auf Dortmunder Seite war die Stimmung in den ersten 30 Minuten überragend, man kam aus dem Jubeln über die eigenen Treffer und denen der Bayern und Frankfurt kaum noch dazu, sich in Ruhe das Spiel anzuschauen. Das Westfalenstadion schickte auch prompt 2-3 gesangliche Grüße in Richtung Emschermulde. Mit steigendem Druck der Werderaner und den Infos aus den anderen Stadien ebbte die Stimmung dann aber merklich ab. Die Anspannung war praktisch greibar, denn es ging um richtig viel für den BVB. Erst in den letzten Minuten der Partie kam wieder Stimmung auf, welche dann mit den Ergebnissen aus Frankfurt und aus der Nachbarschaft richtig hochkochte. Somit wurde der Tag aus Sicht der Borussia mehr als perfekt. Selten sowas grandioses erlebt wie in den ersten 30 Minuten vorgestern.

Am kommenden Wochenende geht es dann für den BVB zum FSV Mainz 05, wo man noch nie gewonnen hat. Und auch dieses Mal wird es nicht einfach, denn mit Mainz hat man die 5. stärkeste Heimmannschaft zum Gegner, die allerdings ohne Heller und Ivanschitz auskommen müssen und aktuell 3 der letzten 4 Spiele verloren haben. Man darf gespannt sein.

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