Der frühe Vogel kann mich mal!

Der frühe Vogel kann mich mal! – Das haben sich wohl auch die 11 Helden im BVB-Trikot bei der gestrigen Auswärtsklatsche beim HSV gedacht haben, wo es nach 12 Minuten schon 3-1 stand. Erinnerte schon fast an die legendäre Partie in München unter Regentschaft von Thomas „knallhart analysiert“ Doll, wo es nach 20 Minuten 4-0 Stand.

Das Doofe (oder Gute, je nach Standpunkt) am Fußball ist ja, dass man nie weiß, was einen erwartet; wie das Spiel ausgeht. So stelle der Gott vor dem vermeintlichen Vergnügen die harte Arbeit in Form der Anfahrt vom schönem Münsterland nach Hamburg. Dank einer glücklichen Fügung durften ich und die 4 Mitfahrer mit einem edelen Gefährt in die Hansestadt chauffiert werden (Dank an den Spender).

Da in diesem Wochenende die Ferien in NRW endeten entscheiden wir uns, auch unter Berücksichtigung diverser vom Staat forcierten Baumassnahmen an der A1 für eine frühe Abfahrt um 9 Uhr Ortszeit. Eine gute Entscheidung, denn die gefühlten 75 Baustellen zwischen Münster und Hamburg sowie ein Stau vor dem Elbtunnel lies uns erst gegen 13 Uhr am Volksparkstadion ankommen. Bei bestem Sommerwetter ging es dann gegen 14:30 Uhr ins Stadion. Schnell noch nen Schnitzel verdrückt und ne Cola in mich reingeschüttet und dann ging es hoch auf die Tribüne.

Angenehm an Hamburg ist eigentlich immer wieder, dass die Ordner freundlich und angenehm Auftreten und man in Hamburg eigentlich so behandelt wird, wie man sich das als Fan wünscht. Ob dies in der nächsten Saison noch so sein wird, darf man auf Grund einer kleine Pyroeinlage eines sogenannten „Fan“ ™ bezweifeln.

Zum Start nutzten die Schwarzgelben wie immer die Freiheiten im Gästeblock und zauberten ein feines Intro hin, während es auf Hamburger Seite nichts außergewöhnliches zu sehen gab.

(c) http://www.cfhh.net
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Als sich die letzten Papierrollen noch auf dem Weg in Richtung Boden befanden ging der HSV auch schon mit 1-0 in Führung. Als die Hamburger noch jubelten, glich der BVB schon aus und Lotto King Karl blieb wie 2005, als beim Torjubel von Ailton der Kollege Rosicky schon wieder ausglich, der Jubel im Halse stecken. Der Gästeblock tobte, wenn auch nicht lange. Über den Rest des Spiels hülle ich den Mantel des Schweigens.

Die BVB-Fans, welche wieder zahlreich angereist waren trotz saftiger Preise, gaben vorallem zu Beginn der 2. Halbzeit richtig Gas, ohne die Mannschaft aber mitreisen zu können.

Enttäuschend hingegen die Stimmung auf Hamburger Seite. Poptown und Chosen Few waren stets bemüht um gute Stimmung, ohne aber den Rest des Stadions mitreissen zu können. Eigentlich wäre bei dem Spielverlauf und dem Ergebnis viel viel mehr Stimmung zu erwarten gewesen.Beim Protest gegen personalisierte Tickets haben die Gruppen hoffentlich mehr Glück (In Hamburg soll der Fan nun seinen Namen auf das Ticket schreiben, um den Schwarzhandel „unterbinden“ zu können).

Auf der Rückfahrt gab es wenig erbauliches, außer der Festellung, dass es Menschen gibt, die so dermaßen viel Angst haben einen LKW in der Baustelle zu überholen, dass diese schon fast ein Sicherheitsrisiko darstellen. Den Rest des Abends verbrachte ich dann auf dem örtlichen Kinderparty Rosenfest.

Für den BVB steht in dieser Woche wohl hartes Training an mit der Hoffnung, dass sich niemand bei dem dusseligen Event gegen Real Madrid verletzt und man Samstag gegen den VfB aus Stuttgart wieder an die normalen Leistungen anknüpfen kann. Ob das zum Sieg dann reicht, wird man sehen.

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