Schluss! Aus! Vorbei! Die letzte Messe der 48. Spielzeit der deutschen Fußballbundesliga ist gelesen. Eine Saison voller verrückter Geschichten, Trainerwechsel, triumphalen Siegen und schmerzhaften Niederlagen ist Geschichte. Die 48. Spielzeit wird vor allem für eines stehen: Borussia Dortmund. So eine Saison wird – ich bin mal so frech – noch nie ein Fan der Borussia aus Dortmund in seinem Leben gesehen haben. Und wohl auch nie wieder zusehen bekommen. Daher will ich das Wochenende noch mal Revue passieren lassen. Ein letztes Geleit.
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Anja & Tanja presents: Ein letztes Geleit
Die Welt und ihre Skalen
In der Welt wird ja fast alles irgendwie bewertet oder skaliert. Für Erdbeben gibt es die Magnitudenskalen, für Tornados die Fujita-Skala oder – um den Bogen zum Fußball zu bekommen – die nach unten offene “Rafati-Skala“, mit der man die ‘Leistungen’ von Schiedsrichtern in der Bundesliga ermittelt. In den letzten Tagen erblinkte jedoch eine neue Skala die Welt, die “Transferskala”. Sie wird in 4 Kategorien unterteilt.
So gesagt #14
Party oder Beerdigung?
Die Saison geht noch 4 Spieltage, 12 Punkte werden noch vergeben, mindestens 360 Minuten wird noch vor den Ball getreten. Oben wie unten nahen die Entscheidungen und an jedem Spieltag kann eine dieser Entscheidungen fallen. Wer steigt ab, wer kommt in die Champions League? Wer wird Meister und wer darf in die Euroleague? Fragen über Fragen. Ich habe mit Hilfe des Fussballstudio mal eine Übersicht vorbereitet, was die 18 Vereine im optimalen und im suboptimalen Fall noch erreichen können. Viel Spaß.
Chance verpasst, liebe Borussia!
Wie jeder weiß, haben Fans des BVB im Zuge des Derbys im vergangenen September die Aktion „Kein Zwanni“ ins Leben gerufen, dessen Intention es u.a. ist, dass man die Topspielzuschläge für Gästefans abschafft. Darüber hinaus soll auch für mehr Transparenz gesorgt werden, in dem man die Preise für die Spiele vor der Saison bekannt gibt und nicht auf den Tabellenstand achtet, den man selber oder der Gegner zum Zeitpunkt des Vorverkaufsbeginns hat. Dazu gab es auch noch eine Kundgebung am vergangenen Samstag in Hamburg und diverse Aktionen im Stadion. Es dürfte also auch im letzten Kämmerlein des Ballspielvereins angekommen sein, dass hier vor allem aus Reihen der BVB-Fans die Sache voran getrieben wird. Und was macht der BVB?
Das wird wieder ein Scheiß Montag!
Hach ja, die beste Hinrunde der Vereinsgeschichte des glorreichen Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund ist nun Geschichte. Es ging nach Frankfurt und es gab eine unglückliche Niederlage gegen Eintracht Gekas. Der Grieche nutze einen Stellungsfehler der Innenverteidigung und netzte zum 1-0 Sieg ein. Quer durchs Land wurde aufgeatmet und schon die ersten Wetten abgeschlossen, dass der BVB nun den Einbruch erlebt, den der Spiegel schon nach dem Aus in Sevilla erwartet hatte. Auch soll angeblich beim Doppelpass bei Sport1 kein gutes Haar am BVB gelassen haben. Aber letzteres habe ich nicht gesehen, daher erspare ich mir Kommentar rund um die Gruppe von Ouzo Lattek & dem lieben Wonti. Die Erkenntnis des Tages: Ohne Ultras keine Stimmung im Gästeblock.
Abschlusstabelle 2010/2011
Wie bereits im letzten Jahr und vor kurzem vom DTS98 vorgemacht, will auch ich nicht mit Tipp der Abschlusstabelle 2010/2011 geizen. Vielleicht machen andere Blogger ja mit bei dieser Blogparade. Hier also mein Tipp:
Es sieht ja schon geil aus.
Zugegeben, dass Video ist schon in die Jahre gekommen. Heutzutage ist so eine Darbietung vieler Orts verboten und wird von deutschen Fußballkommentatoren zumeist negativ kommentiert. Der Moderator zu Beginn des Videos sitzt auch mittlerweile wegen Bestechlichkeit und Untreue hinter schwedischen Gardinen und der deutsche Vertreter, die Frankfurter Eintracht, konnte auch lange nicht an die damaligen sportlichen Leistungen anknüpfen. Dennoch zeigt das Video eindrucksvoll, dass die Verwendung von Pyrotechnik nicht unbedingt immer gefährlich sein muss oder gar ein Verbrechen darstellt. Ich für meinen Teil würde mich schon sehr daran ergötzen, wenn man bei einem Gastspiel in Neapel sowas geboten bekäme.
Gingivitis beim Ballspielverein
Der Ballspielverein Borussia 1909 e.V. Dortmund verliert gegen die Frankfurter Eintracht zum ersten Mal seit 1991 mal wieder zu Hause und das auch noch verdient. Der BVB verfiel dagegen in fast schon vergessene Heimspielzeiten und produzierte Abwehrfehler wie selten. Aber weil man ja klevererweise am Ende der Hinrunde und zur Beginn der Rückrunde einige Siege eingeheimst hat, kann man noch von seinem Punktepolster zehren. Aber die Gingivitis beim BVB ist unverkennbar.
Ein Besuch in der Hauptstadt des Verbrechens
Man kennt sie ja, diese Tage an denen man aufsteht und schon auf dem Hort der Ruhe und Glückseligkeit spürt, dass der Tag außer viel heißer Luft wenig Erbauliches bringen wird. So wars auch am vergangenen Samstag, als der Spielplan den Ballspielverein aus Dortmund samt Gefolgschaft nach Frankfurt führte. War Frankfurt früher mal fantechnisch gesehen ein richtiges Highlight, ist es heute wirklich nichts aufregendes mehr.
Mohammed, der Erlöser.
SG Eintracht Frankfurt – Ballspielverein Borussia 1909 e.V. Dortmund 0:2 (0:0)
Erinnert sich noch jemand aus der werten Lesergemeinschaft an den 15.03.2009? An das Spiel gegen Hannover 96? An diesem Tage gab es im berüchtigten BVB-Forum knallharte Analysen, wo der Weg des BVB hingehen würde und was man noch so erreichen könnte in dieser Saison. Einzig ein einsamer Borusse aus dem Breisgau hatte schon eine Vorahnung, was uns noch bevor steht.







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