Archiv nach Kategorien: Gefährliches Gedankengut

Gefährliches Gedankengut #6

Gestern kamen in Ägypten beim Spiel Al-Masri und Al-Ahly Kairo in Port Said bei Ausschreitungen über 70 Menschen ums Leben. Ich vermag nicht zu beurteilen, wie es dazu gekommen ist und was genau der Auslöser war, aber es ist zumindest nicht ausgeschlossen, dass es sich um einen politisch motivierten Auslöser handelt. Bekanntlich gelten die Ultras von Al-Ahly als eine der Hauptrevolutionäre des vergangenen Jahres.

Viel mehr jedoch beschäftigt mich seit heute morgen folgende Frage: Wann werden diese Ausschreitungen von Politikern und Funktionären wie Boris Rhein, Rainer Wendt oder Lorenz “Gesichtsscanner” Caffier wohl mit dem Abbrennen von Pyrotechnik in deutschen Stadien verglichen?

Gefährliches Gedankengut #5

In Lüttich kamen gestern nach aktuellem Stand 5 Menschen bei einem – nennen wir es mal Amoklauf – ums Leben. Das an sich ist schon traurig genug. Noch trauriger finde ich jedoch, dass dies in einer Stadt passiert ist, die sich vor kurzem nach dadurch auszeichnete, deutsche Fußballfans aus Hannover in einer Art und Weise in ihren Bürgerrechten zu beschränken, wie man es in der EU eigentlich nicht mehr für möglich gehalten hatte. Lüttichs Bürgermeister, der gleichzeitig Polizeichef der Stadt ist, hatte u.a. veranlasst, dass die Hannoveraner Fanbuss erst um 19:00 Uhr die Grenze passieren durften. Darüber hinaus gab es ein Betretungsverbot der Lütticher Innenstadt (außer für 100 “VIP-Fans” aus Hannover), nach dem Spiel wurden die Fans ohne Begründung lange im Gästeblock festgehalten, was am Ende zu Problemen mit der belgischen Polizei führte (im Übrigen schlug sich wohl die UEFA auf die Seite der Gästefans). In dieser Stadt ist man dann nicht in der Lage, einem nach Medienberichten für Drogen- und Waffendelikten vorbestraften Mann daran zu hindern, sich erneut ein stattliches Waffenarsenal zuzulegen und damit dann Unheil in der belgischen Stadt anzurichten.

Gefährliches Gedankengut #4

In der letzten Woche kochten die Emotionen nach den Ausschreitungen einiger Dresdner in Dortmund und einiger Pfälzer in Frankfurt im Rahmen der DFB-Pokalspiele bekanntlich auf höchster Stufe, so dass sich auch der Kicker der ganzen Thematik natürlich nicht entziehen konnte. In der Ausgabe 87/2011 vom 27.10.2011 berichtete der Kicker u.a. über die Ausschreitungen in Dortmund (natürlich martialisch mit einem Pyrotechnikbild). Auf Seite 2 lies man in der Kicker Kolumne “Einwurf” wie immer einen Spieler, Funktionäre oder sonstige Personen der Bundesliga zu Wort kommen, diesmal Martin Kind. Der Vereinspräsident von Hannover 96 forderte im Zusammenhang mit den Ausschreitungen “drastische Strafen” und ging dabei noch auf den Polizeieinsatz vor der Partie der Niedersachsen mit dem FC Bayern ein. Hier verbreitete er dann, dass man auf der Suche nach Pyrotechnik auch “fündig wurde.” Das dies eine Lüge ist, wird aber leider dem Leser des Kickers nicht klar und so fühlte ich mich “gezwungen”, dem Kicker einen Leserbrief zuzusenden. Ich bin gespannt, ob ich eine Antwort erhalte. Sollte es so kommen, werde ich diese hier entsprechend veröffentlichen.

Weiterlesen »

Gefährliches Gedankengut #3

Deutschland schlägt Österreich in einer Gala mit 6-2 und hat damit das Ticket für die EURO 2012 in Polen und der Ukraine gebucht. Fans und Presse überschlagen sich jetzt förmlich mit Lobhudeleien auf die Herrn Özil, Schweinsteiger, Müller und Klose. Und natürlich darf auch das größte deutsche Talent aller Zeiten, der “Lionel Messi” im DFB-Dress in der Aufzählung nicht fehlen. Die Rede ist – natürlich – von Superstar Mario Götze.

Weiterlesen »

Gefährliches Gedankengut #2

Bevor ich zu meinem eigentlichen Spielbericht des glücklichen Remis in Leverkusen komme, möchte ich doch kurz das Augenmerk auf den “Imperator” Wolfgang Stark richten. Man kann über die Schiedsrichter wie immer trefflich streiten, aber im Grunde sind sie wie Spieler: Mal haben sie einen guten Tag, mal einen Schlechten. Was ich jedoch nie verstehen werde: Wenn sich nach der Aktion von Götze gegen Hanno Balitsch der Spieler Balitsch beim Schiedsrichter erkundigt, was er da nun gepfiffen hat und dieser Spieler selber sagt, dass er nichts gespürt habe, dann fragt man sich schon, warum die Schiedsrichter dann nicht einfach die Rote Karte zurücknehmen. Das würde den Schiedsrichtern sicherlich nicht schaden. Es würde ihnen eine menschlichere Seite geben.

“Ich habe nichts wahrgenommen. Für mich war es ein normaler Zweikampf. Insofern kam für mich der Pfiff überraschend und ich habe den Schiedsrichter gefragt, warum er die Rote Karte gezückt hat” 1

Aber vermutlich prallt so eine Idee bei einigen Schiedsrichtern auf ein übergroßes Ego. Gerade bei Wolfgang “Imperator” Stark. Seine arrogante und selbstherrliche Art hat vermutlich Jose Mourihno zum Vorbild, schafft es aber dann doch nur auf eine Stufe mit Thomas Doll. Wäre aber mal witzig, wenn das DFB-Schiedsgericht dem Referree nachweisen könnte, dass er das Spucken erst nach Studium der TV-Bilder gesehen hat und dies nun nutzt, um seine Entscheidung nach weiter zu verfestigen.

Gefährliches Gedankengut #1

Wenn ich mir die Transferpolitik von Felix Magath so anschaue fühle ich mich in meine Kindheit versetzt.Denn irgendwie ähnelt das meiner Einkaufspolitik damals bei den Paninibildern. Da habe ich auch immer gekauft und gekauft und gekauft in der Hoffnung, dass die passenden Spieler irgendwann mal dabei sind. Da lobe ich mir Trainer wie Klopp, Tuchel, Dutt (in Freiburg), Slomka oder Favre. Diese Trainer benötigen keine großen Investitionen, um was aus ihrem Kader zu machen.

Social Widgets powered by AB-WebLog.com.