An Tage wie diesen…

… müssen wir uns als Fans von Borussia Dortmund einfach gewöhnen. Natürlich ist am Transfer von Mario Götze zum Fc Bayern München vieles schmerzhaft. Wir verlieren einen der besten Spieler unserer Mannschaft 1,5 Tage vor dem wichtigsten Spiel seit 15 Jahren an einen Ligakonkurrenten. Darüber können wir uns jetzt ewig aufregen und Götze und dem Fc Bayern die Pest an den Hals wünschen, sofern man es nicht bei letzterem eh schon immer getan hat.

Borussia Dortmund hat aber einen anderen Weg eingeschlagen und ich hoffe doch sehr, dass sie ihn nicht irgendwann aufgeben werden. Keiner von uns möchte sicherlich noch einmal die Zeiten erleben, wo es beim BVB nicht um Spieler, Champions League Halbfinalspiele oder 3 Punkte geht, sondern ums nackte Überleben. Dazu gehört nun mal leider auch, dass wir Spieler verlieren werden. Entweder deshalb, weil sie anderswo viel mehr Geld verdienen können als in Dortmund und ihre Verträge nicht verlängern oder eben, weil die Spieler eine Ausstiegsklausel haben. Und Spieler wie Reus, Sahin oder Götze, die anderswo deutlich mehr Geld verdienen können, spielen halt nicht wegen dem Claim „Echte Liebe“ beim BVB, sondern eben wegen so einer Ausstiegsklausel.

Es gibt also im Grunde nur eine Möglichkeit: Sich an Tage wie diese gewöhnen und an die Qualitäten unseres Trainerteams vertrauen. So wie in den letzten knapp 5 Jahren.

9 Antworten auf „An Tage wie diesen…“

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  2. Eines vorweg.
    Ich bin ein leidenschaftlicher Bayern-Fan. Wahrscheinlich wird mein Beitrag schon ab dieser Zeile nicht veröffentlicht oder gleich wieder gelöscht. Ich schreibe ihn trotzdem… (weil ich vor Anspannung vor dem Spiel heute Abend ohnehin nicht mehr arbeiten kann):
    Als ich heute morgen im Radio die Nachricht vom Götze-Transfer gehört habe, hat es mich eher geschockt als gefreut. Warum? Götze ist aus meiner Sicht einer der fünf besten Fussballer weltweit, knapp hinter Messi und Ronoldo und Co. Und er passt perfekt zu Dortmund. Das musste auch der ganze Neid eines Bayern-Fans dem BVB lassen – und die letzten Jahre waren nicht einfach in dieser Hinsicht.
    Nun diese Meldung – im zeitlichen Umfeld der Berichte über das Gezocke von Hoeness mit vom Adidas-Boss geliehenen Millionen. Bei 20 Punkten Vorsprung in der Tabelle. Und dem Gelaber über die Sorge vor „spanischen Verhältnissen…“
    Irgendwie wird mir davon schlecht.

  3. Danke!, dass Du nicht wie viele andere BVB-Blogger weiter Öl ins Feuer giesst. Ich bin überrascht mit welcher Wucht meinem Verein nun wieder Hass (nicht nur von BVBlern) entgegenschlägt. In diesem Zusammenhang auch Respekt an Euren Trainer, der ebenfalls versucht das Feuer wieder einzudämmen.
    – Ein FCB-Fan

  4. Dein Kommentar beinhaltet viele Wahrheiten.
    Die wichtigste aus meiner Sicht betrifft den Weg, den die Borussia nach 2004 eingeschlagen hat. Und 37 Millionen sind da nicht zu verachten. Plus das eingesparte Gehalt für einen zwar begabten, aber auch sehr verletzungsanfälligen 20 jährigen.
    Außerdem sehr gut analysiert: Das Trainerteam wird entscheidend sein für die sportliche Zukunft unserer Borussia. Das Finden einer neuen Mannschaft, um den Begriff Neuaufbau zu vermeiden, bedeutet mit Sicherheit einen Motivationsschub für das Team Klopp. Und genau deshalb bin ich auch sehr zuversichtlich für die nächste Bundesligasaison!

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