Amateure sind am Ziel

Sc Preußen Münster – Borussia Dortmund Amateure 2-2

Der Nachwuchs des geliebten Ballspielvereins darf im nächsten Jahr in der höchsten Liga, die eine Zweitvertretungen erreichen kann, spielen. Dank eines 2-2 und des zeitgleichen 3-3 des Verfolgers aus Kaiserlautern ist der Truppe von Theo Schneider der Aufstieg nicht mehr zu nehmen.

Eine Woche nach der enttäuschenden Leistung der Profis in Gladbach hatten die Amateure um Hünemeier und Kullmann die Möglichkeit also mit einem Sieg alles klar zu machen und in die 3. Liga aufzusteigen.

Da ich etwas verschlafen hatte und somit meinen Bus gen Münster verpasst habe fuhr ich mit Auto die kurze Strecke nach Münster. Dort angekommen ging es nun Ratz-Fatz zur Geschäftsstelle, die ich ohne Ortskundige niemals gefunden hätte. Dort schnell noch 2 Karten gekauft, damit man nachher schneller ins Stadion kommt. Ein Trugschluss, wie sich später noch rausstellen sollte. Bei der Suche nach der Geschäftsstelle fielen mir die Kunstwerke der Curva Monasteria, Deviants & Co auf, die bis auf 1-2 Highlights nichts zu bieten hatten.

Da der Mob aus Dortmund vom Bahnhof zum Stadion laufen wollte entschloss ich mich, diesem entgegen zu laufen. Als dieser die Robert-Bosch-Straße runter lief war ich schon beeindruckt, wie viele sich auf den Weg nach Münster gemacht haben.

Am Stadion selber merkte man dann ganz schnell, der das Stadion des SC Preußen nicht ansatzweise für einen Gästemob, der größer als 500 Mann ist, ausgelegt ist. So war auch egal, ob man schon eine Karte hatte oder nicht, man musste trotzdem 45 Minuten anstehen in der Mittagssonne.

Der Gästeblock war also zu Spielbeginn gut gefüllt, die Stimmung war gut und die Sonne brutzelte schön von oben auf uns nieder, was sich nachher noch auf meinem Geischt abzeichnete. Zu Spielbeginn gab es eine nette Aktion für die Amateure auf Dortmunder Seite.

© by www.schwatzgelb.de
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Die Preußen Kurve fiel zunächst dadurch auf, dass sich die Prinzengarde, Curva MS und die Deviants wohl nicht grün sind. Jeder kochte seine eigene Suppe. Wenn sich alle supportwilligen in Münster auf übedachte Stehplatztribüne stellen würden, würde Münster sicherlich einiges hörbarer werden. So aber hörte man von den Münsteraner kaum was, nicht mehr der Torjubel war wirklich zu vernehmen.

Dortmunds Anhang präsentierte sich zunächst relativ gut, passte sich aber nachher immer mehr der schwachen Leistung der Mannschaft an. Schon interessant, dass nicht nur die Profis anscheinend mit dem Druck nicht so umgehen können, auch die Amateure spielten sehr schlecht und lagen verdient mit 0-2 zurück.

Erst in den letzten 15 Minuten versuchte die Mannschaft von Theo Schneider noch was am Ergebnis zu ändern. Als dann der Ex-Dortmunder Senesie 2 mal zum Ausgleich für Trier gegen Kaiserslautern traf und Gordon auf 1-2 verkürzt, wurde die Stimmung im Block der Gäste wieder richtig gut. Kurz vor dem 2-2 waren die Amas schon aufgestiegen, dass das Spiel der Pfälzer in Trier schon abgepfiffen war. Hünemeier netzte trotzdem ein und der Jubel im Block und bei den Spielern kannte keine Grenzen.

Nach Schlusspfiff zeigten die Spieler eine Nähe zu den Fans, die ich auch gerne bei den Profis sehen würde. Ausgelassen wurde gefeiert, gesungen und sich bei den Fans mit Handschlag bedankt. Auch sangen einige Spieler die Lieder für die Sek SV mit, was ich sehr beeindruckend fand.

Nach dem Spiel ging es für mich dann noch mal an der Araltankstelle vorbei zu meinem Auto und ich durfte noch mal belauschen, was die Preußen von Amateuren in „ihrer“ Liga halten und das Amateure „scheiße“ sind. Wie sie das wohl bei ihrer 2. Mannschaft sehen?

Ich wünsche den Preußen nächstes Jahr bei ihren Spielen gegen Trier, Verl, Elversberg oder Lotte viel Spaß. Diese Mannschaften werden sicherlich auch 2.500 Gästefans mitbringen und somit reichlich Geld in die Kassen des SCP spülen.

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