1. Sieg im Jubiläumsjahr

Ballspielverein Borussia 1909 e.V. Dortmund – Sv Werder Bremen

Am 80. Tag des Jubiläumsjahres des Ballspielvereins gelang dem BVB der erste Sieg seit dem 2-1 gegen den „Mythos“ im Dezember 2008. Zum Matchwinner avancierte der Schweizer Alex Frei.

Am Donnerstag vor dem Spiel gegen Werder bekamen 119 Fans der Schwarzgelben vom Rekordvizemeister aus Gelsenkirchen ein Schreiben.

Inhalt: Ihr 3-jähriges Stadionverbot.

Viele davon wurden nach dem Gießkannenprinzip verteilt, eine sehr fragwürdige Praxis. Gerade viele jüngere Fans hatten sicherlich nichts mit den Ausschreitungen zu tun, geschweige denn konnte sie diese erahnen. Man sollte sich auch in Gelsenkirchen mal hinterfragen, ob eine Pauschalverurteilung die Probleme löst. Gerade bei den jüngeren Leuten fehlt nun der Einfluss der älteren Fans oder auch der Freunde. Nun hängen sie während der Spiele mit genau den Leuten vor dem Stadion herum, vor denen man sie eigentlich beschützen müsste.

Im Stadion gab es daher auch mehrere Spruchbänder für die Stadionverbotler.

(C) schwatzgelb.de

(C) by schwatzgelb.de
(C) by schwatzgelb.de

Aber zurück zu Samstag.

Vor dem Spiel kredenzte uns dann der BVB ein Leckerbissen: Andy Schade, Kasche Kartner und die „Under Cover Crew“ sangen ihren neuen Hit: „Stand up for the Champions! Steht auf für den BVB!“ Die Tribüne quitterte den Auftritt gerechterweise mit einem gellenden Pfeifkonzert. Bleibt zu hoffen, dass wir diesen musikalischen Erguss nie wieder ertragen müssen. Aber ich befürchte, unser Eventmanagment wird diesen Song jetzt jedes mal spielen, soll es doch die neue Einmarschmusik werden.

Das Spiel begann mit Feldvorteilen für den SV Werder, welcher nur von 3.500 anwesenden Fans begleitet wurden. Stimmung war aus der Nordtribüne nicht zu vernehmen. Danach war es das erwartete Spiel des Tabellenneunten aus Dortmund gegen den Tabellenzehnten aus Bremen. Auch die Südtribüne erwischt eine mittelmäßige 1. Halbzeit. Highlights waren die Slapstickeinlagen des Herrn Kehl, der einen grauenvollen Nachmittag erwischte.

In de Halbzeitpause zeigte uns Michael Boschke, dass man auch ordentlich Musik machen kann. Leider war es der schlechten Akkustik des Stadions geschuldet, dass nur wenig von „Dortmund, meine Stadt“ ankam.

In der 2. Hz erwachte die Südtribüne auch dank der guten Liedauswahl des Vorsängers zum Leben und auch auf dem Rasen steigerte sich das Niveau, was vorallem an Tamas Hajnal lag. Hajnal spielte ein ums andere Mal selten gesehene Pässe in den Lauf von Nelson Valdez, der einmal zu Unrecht wegen einer Abseitstellung zurückgepfiffen wurde und 2 mal im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Beim 2. Foul zeigte der Schiri auf den Punkt, Alex Frei trat an, der Rest ist bekannt.

Der Schweizer zeigte eine gute Leistung und ist somit zur Zeit nicht aus der Startelf des BVB wegzudenken. Es scheint, als habe er seine Krise überstanden.

Nachdem Führungstreffer vergab der BVB noch einige Chancen zum 2-0 und konnte sich am Ende bei Roman Weidenfeller bedanken, der einen Schuss von Pizarro auf kürzester Distanz bravorös parierte.

Nach 3 (!) Minuten Nachspielzeit besiegelte der Schlusspfiff von Schiri Kirchner den 1. Sieg des BVB im Jahr 2009. Mit einem guten Gefühl ging es dann Ratz-Fatz immer der untergehenden Sonne entgegen zurück ins Münsterland.

Nächste Woche ist dann mal kein Bundesligafußball, bevor es am vierten April nach Berlin zum noch Spitzenreiter geht. Chancenlos dürfte der BVB dort nicht sein.

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